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Informationsarchitektur

User Scenarien

Thema der heutigen Stunde: User Scenarien. Ein User Scenario setzt sich zusammen aus einer Persona (siehe vorige Blogeinträge) und einem “Need”. Need lässt sich in diesem Zusammenhang mit Bedürfnis oder Zielsetzung übersetzen.

Der Trick für ein gelungenes Konzept ist nun, die wichtigsten Needs herauszufinden. Aber Vorsicht:  wir befinden uns hier ganz im User-Universum, nicht in Träumen von Marketing-Spezialisten.

Man benutzt Scenarios zum Verstehen der notwendigen Schritte aus Usersicht. Man kann sie aber auch in der Usability benutzen, indem ein Scenario auf ein bestehendes Interface anwendet. Dies wird oft “User Journey” genannt.

Beispiel Online-Banking:

- Need 1: ich möchte meinen Kontostand wissen

- Need 2: ich möchte eine Überweisung machen

Falsches Marketingneed: ich möchte mich intensiv über das neue Superangebot informieren.

Persona 1: eine junge Frau (in der Persona-Beschreibung steht natürlich noch mehr) zu Need 1: sie loggt sich ein, sie möchte ihren Kontostand wissen. Zu einfach? In den meisten Online-Banking-Anwendungen ist das nicht so

Persona 2: ein älterer Herr (etc., tut sich schwer mit zu viel Technik) zu Need 2: er loggt sich ein, geht zu Überweisung, füllt alles aus, schickt ab. Wie ist die Realität? User-Journey: Er loggt sich ein, sucht Überweisung, er braucht zu lange zum ausfüllen – Timeout. Loggt sich wieder ein, beeilt sich fürchterlich, und scheitert erneut, diesmal am PIN-System. Sucht einen Berater, findet keinen, geht wieder zur Bank.

Mit dem User Scenario schließen wir die letzte Lücke im IA Prozess und haben damit in diesem Semester die wichtigsten IA-Methoden behandelt.