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Kampagnenanalyse/ Sophie Göckeritz

 

Die virale Marketing- Kampagne zum Film Prometheus

Am 8. Juni 2012 lief in den amerikanischen Kinos der Film Prometheus an. Vorab wurde diesbezüglich  kräftig die Werbetrommel gerührt.  Im Gegensatz zu anderen Film -Promotionen wurde ein kreatives Werbekonzept entwickelt. Die Produzenten von Prometheus entschieden sich für eine virale Marketing- Kampagne. Praktische Anwendung fand dieses Konzept bereits bei Filmen wie Blair Witch Project oder dem beliebten Werbespiel Moorhuhn, welches eigentlich für die schottische Whisky-Marke Johnnie Walker entwickelt wurde. Die Problematik einer viralen Marketing- Kampagne wird besonders bei Moorhuhn sichtbar. So kann es passieren, dass die eigentliche Aufgabe der Kampagne sehr schnell in den Hintergrund rückt. Prometheus ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine virale Marketing- Kampagne auch gut funktionieren kann. Virale Marketing- Kampagnen laufen, wie am Beispiel Prometheus erkennbar, gestaffelt ab. Zuerst wurde ein kurzes Video veröffentlicht, in dem Peter Weyland (gespielt von Guy Pearce) eine Rede auf der TED- Konferenz 2023 hält. Die TED (Abkürzung für Technology, Entertainment, Design) – Konferenz ist eine real stattfindende, weltweite, jährliche Konferenz in Monterey für die unterschiedlichsten Fachrichtungen. Interessanterweise wurde dieses Video auch auf dem Blog der TED veröffentlicht. Im Abspann des Clips wird auf die offizielle Fake-Website von Prometheus hingewiesen, die www.weylandindustries.com heißt. Der kurze Clip verrät überhaupt nichts über den Film, sondern geht kurz auf die Mission ein, die im Film eine große Rolle spielt. Auf der Website sind dann weitere Videos veröffentlicht, die genau so funktionieren . So bekommt man beispielsweise eine Bedienungsanleitung des Roboters David gezeigt (gespielt von Michael Fassbender).  Auch dieser Clip wird im Film nicht mehr vorkommen. Auf der Website findet der Betrachter
keinerlei Hinweise darauf, dass es sich hier um reine Fiktion handelt. Es werden fiktive Produkte vorgestellt (z.B. Autos, medizinische Geräte…), die sich später im Film wiederfinden. Die Website bezieht sich auf das Jahr 2023. Der Film jedoch spielt im Jahr 2075, weil die Reise zu dem beschrieben Planeten 52 Jahre dauern wird. Somit ist die Seite eine Art fiktive Zukunftsplanung für das Projekt Prometheus. Außerdem hat  man die Möglichkeit  zur Registrierung und alles auf sozialen Netzwerken zu teilen. Auch kleine Spiele werden dem Benutzer nicht vorenthalten.

Durch dieses Konzept kann sich der Betrachter in die Welt des Filmes hineindenken, ohne dass die Produzenten relevante Filminhalte preisgeben müssen. Damit wird das Filmerlebnis gesteigert und der Zuschauer kann einen
Bezug  zu diesem Film entwickeln. Infolge dessen wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Zuschauer es als positives Filmerlebnis wahrnimmt und Prometheus seinen Bekannten weiterempfiehlt. Die Zielgruppen für Filme sind
meist breit gefächert. Bei Prometheus ist die Zielgruppe zwischen 16 und 40 Jahre. Damit ist das Internet als Medium für die Kampagne von besonderer Relevanz. Die Zielgruppe ist geschlechterunabhängig und für Science-Fiction-Film- Interessierte konzipiert.

 

 

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