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Der „Drop Shadow“ ist der populärste Effekt der aktuellen Computergraphik. Man findet man ihn heute ebenso im Grafik-Design wie in der Werbung. Er hebt Typografie und Objekte von einem flachen Hintergrund ab und fügt so Tiefe und Räumlichkeit hinzu – und Bedeutung.

Besonders in der aktuellen Generation von Betriebssystemen findet der digitale Schlagschatten in bisher nicht dagewesenem Ausmaß Verwendung. Hier werfen nicht nur die Fenster und Schrift einen Schatten auf den virtuellen Hintergrund*, der „Drop Shadow“ selbst entwickelt sich zum Symbol für eine visuell angereicherte Schnittstelle, die nach Dreidimensionalität strebt. Aufgeladen mit einer reichen Bildsprache, fotorealistischen Symbolen und pseudo-dreidimensionalen Konfigurationen, verbleibt die grafische Oberfläche doch noch an ihr flaches Medium gebunden.

In diesem Paradoxon, verlässt die grafische Benutzeroberfläche das Büro für das sie entwickelt wurde und schickt sich an, ein Phänomen der Popkultur zu werden.

In diesem Semester befassen wir uns praktisch und kulturtheoretisch mit dem digitalen Schlagschatten. Die „Drop Shadow Talks“ begleiten das Seminar und thematisieren aktuelle Entwicklungen im Bereich des Graphical User Interface. Die „Drop Shadow Talks“ zeigen uns Kunst und Projekte, die im digitalen Schlagschatten entstanden zu sein scheinen und durch das Barock der grafische Benutzeroberfläche beeinflusst und inspiriert wurden. Sie dienen uns als Ausgangspunkt für eigene Reflexionen und Projekte.

Wann? Montags von 12:15 bis 13:45 Uhr
Wo? Raum W, dritter Stock
Betreuender Dozent: johannes p osterhoff

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