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btk-Fotografieworkshop Dobrudscha, Donaudelta-Rumänien

Im Mai 2012 erkundeten 15 Studierende des Studiengangs Fotografie zusammen mit Prof. A. Glusgold, Prof. Ch. Mahler,  Prof. K. Thomas, Prof. Th. Noller, Werkstattleiter Eric Berg und Studiengangsleiter Prof. M. Leupold die Dobrudscha, das rumänische Donaudelta. Lucian Spartariu, btk-Student im 3. Semester, rumänischer Herkunft, bereitete die Reise vor und übersetzt für seine Kommilitonen.

Im Mittelpunkt des fotografischen Interesses standen die Lipowaner im Donaudelta. Sie sind eine russischsprachige Minderheit, die im 17. Jahrhundert als „Altgläubige“ vor einer Glaubensreform nach Rumänien flüchteten und heute noch eine altrussische Sprache und Bräuche pflegen.

Zentraler Punkt des diesjährigen Trips war die jahrzehntelang während des “Kalten Krieges” unzugängliche Stadt Sulina, einzige Stadt des Deltas am Schwarzen Meer. Hier hofften in der Vergangenheit verschiedene Industrienationen auf großen Handel und bauten den Donau-Kanal ins schwarze Meer aus und errichteten Hotels und ein Kino. Heute werden hier Schiffe vor allem abgewrackt und diverse Industriebrachen fristen an den Ufern ihr Dasein.

***

Eine Lecture mit dem bekannten rumänische Architekten und Fotografen Andrei Pandele vermittelte deutschen, polnischen und Schweizer Fotostudenten der btk einen Einblick in die wechselvolle rumänische Geschichte seit den 1960iger Jahren.

Die Ergebnisse des diesjährigen Fotografie-Workshops werden im Oktober anläßlich des Europäischen Monats der Fotografie in der btk präsentiert und eine Studentenzeitschrift dazu herausgegeben.

Gruppenfoto: E. Brandenstein

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Interview ”Füße sind das wichtigste Werkzeug des Fotografen” Thomas Hoepker (71)

Interview
”Füße sind das wichtigste Werkzeug des Fotografen”
Thomas Hoepker (71), einer der international renommiertesten deutschen Fotografen, hat für Magazine wie “Kristall”, “Twen”, den “Stern” und “Geo” gearbeitet. Zudem war der gebürtige Münchner zu DDR-Zeiten einer der ersten im Osten Berlins akkreditierten Fotografen aus dem Westen. Hoepker ist vielfach ausgezeichnet worden. 1989 wurde er erstes deutsches Mitglied der Agentur Magnum, bis vor kurzem war er auch deren Präsident. Im Interview macht er deutlich, dass sich auch die vor 60 Jahren von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa mitgegründete Kooperative auf die Wandlungen durch das Internet und die damit verbundenen neuen Lesegewohnheiten einstellen muss.
Für ein gutes Bild, das eine Situation in einem Augenblick erschließt, werde es in der bunten Flut der Fotos im World Wide Web auch weiterhin einen herausgehobenen Platz geben, erwartet Hoepker. Zu seinen bekanntesten Bildern gehört die Faust von Muhammad Ali, hinter der der Boxer selbst nur noch schemenhaft zu erkennen ist. Auch die Aufnahme einer Gruppe sich unterhaltender junger Menschen, in deren Hintergrund die Trümmer der zusammengebrochenen Türme des World Trade Center rauchen, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder gedruckt und diskutiert.
“Das wichtigste Werkzeug eines Fotografen sind seine Füße”, sagt Hoepker und möchte das ausdrücklich als Ratschlag verstanden wissen. Er läuft bei seiner Bilderjagd stundenlang durch die Straßen. Seit der Digitalisierung nutzt er Kameras ohne Film, optimiert die Bilder zu Hause am Bildschirm und druckt auch die Prints für seine Ausstellungen selbst. Hoepker belastet sich nicht mehr mit einer schweren Ausrüstung und geht mit einer Spiegelreflexkamera sowie einem Objektiv der Brennweite von 24 bis 105 Millimetern aus dem Haus.
Wie haben sich die Arbeitsbedingungen von Reportagefotografen seit der Gründung von Magnum vor 60 Jahren geändert?
Extrem. Für “Kristall” war ich manchmal ein bis drei Monate, für den “Stern” zwei bis sechs Wochen unterwegs. Dass man heute auf Redaktionskosten so lange irgendwo hinfährt, ist vorbei, auch für Fotografen wie mich. Heute heißt es eher: “Fahr’ nach Hannover, sei aber abends wieder da, damit wir das Hotel sparen. Du hast eine halbe Stunde Zeit für ein Porträt von Herrn X”. Neu ist: Man muss die Bilder sofort an Ort und Stelle bearbeiten und in die Redaktion senden. Das ist nicht unbedingt schlecht, weil der Fotograf so mehr Einfluss hat als früher. Damals haben wir einen Sack Filme abgeliefert, und ein Bildredakteur hat sich darüber hergemacht und etwas ausgesucht. Manchmal war das Editieren einem ganz aus der Hand genommen. Jetzt kann man aussortieren, was man nicht vorzeigen möchte. Man sitzt allerdings den halben Tag im Hotel und sucht aus.
Welche Rolle spielen heute Sicherheitsmaßnahmen?
“Viele Bilder sind nicht mehr möglich, weil die Sicherheitsbeamten niemanden mehr an die Akteure heranlassen. Cartier-Bresson stand noch unmittelbar neben dem Scheiterhaufen von Mahatma Gandhi, und ich habe mich vor Jahren zentimeternah an den Schah von Persien herangerobbt, als ein Untertan ergeben seine Schuhe küsste.”
Was ändert sich durch die Digitalisierung und das Internet?
“Ich habe mich voll ins Digitale reingeschmissen, vom ersten Moment an. Ich gehe immer mit der Technik und habe auch mein analoges Archiv digitalisiert. Bei der Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Druck an der Wand ist alles möglich. Es ist eine große Chance für Fotografen, die ganze Kette zu bedienen, alles zu steuern, sein eigener Produzent oder sein eigener Verleger zu werden. Wir brauchen die Verlage eigentlich nicht mehr. Über das Internet kann der Fotograf seine Bilder unglaublich weit streuen und jedermann verfügbar machen – eine tolle Chance. Die Frage ist nur, wie verdient man Geld damit?”
Gibt es in der Flut des Internets noch Bilder, die im Gedächtnis haften bleiben?
Es gibt Milliarden Bilder auf den Websites. Das durchschnittliche Niveau ist grauenhaft, etwa wenn Teenager ihre Bilder austauschen, um sich gegenseitig von der vergangenen Party zu erzählen. Aber es wird immer auch hohe Qualität geben. Vielleicht wird diese absurderweise dann besonders herausstechen, wenn man zwischen all’ diesem gequirlten Zeug etwas sieht, was eine gute Komposition und eine starke Aussage hat, eine Geschichte erzählt. Platz für das gute Bild ist immer, auch im Netz.
Welches sind die klassischen Themen von Magnum-Fotografen? Muss sich Magnum an neue Strömungen anpassen?
Magnum hatte vom ersten Tag an immer zwei Pole, für die die Gründer Robert Capa und Henri Cartier-Bresson standen. Capa war der klassische Kriegsreporter und Bildjournalist. Henri war von Anfang an der Künstler. Ihm ging es mehr ums Bildermachen und Komponieren. Zwischen diesen Polen bewegt sich Magnum noch heute, und das ergibt unseren Stil. Wir sehen uns noch als humanitäre Fotografen, kümmern uns um Randgruppen und Krisen, also Leute, denen es dreckig geht. Unsere Filmstar-Fotos haben immer etwas weniger Glamour als beim Atelierfotografen und oft mehr Privates als andere Bilder. Neue Strömungen ergeben sich zwangsweise durch die Aufnahme junger Fotografen, von denen manche überhaupt nicht im Fotojournalismus angefangen haben, etwa Alec Soth oder Jim Goldberg, die bereits hohe Preise bei Sammlern erzielen.
Sind gute Fotos Abbild, Kommentar oder beides?
Ich erwarte, dass gute Fotos ein Kommentar über das Dargestellte sind. Es gibt objektive Fotografie, aber die ist meist langweilig: Wer alle 15 Sekunden automatisch ein Bild eines Ereignisses aufnimmt, hat am Ende kein gutes Bild. Eine solche Numerik funktioniert nicht, weil das Auge des Bildermachers wichtig ist. Man muss auch seine Meinung rüberbringen und nicht nur schön komponieren. Der Fotograf als Autor ist wichtig. Er soll nicht nur darstellen und registrieren was passiert, sondern zu seinem Sujet eine Meinung entwickeln. Entweder hasst man es oder man liebt es, aber lauwarm ist immer uninteressant.
Warum wird die Fotografie zunehmend als Kunstgenre wahrgenommen?
Ich glaube, es hängt mit der Bilderflut des Internets zusammen. Die Bilder, die sich auf den Bildschirm ergießen, sind genauso schnell wieder weg. Demgegenüber ist ein Foto, das auf schönem Papier gedruckt ist, das man anfassen kann, das eine haptische Qualität hat, das man an die Wand hängen oder auf den Tisch legen kann, ein Objekt. Während alles das, was im Internet passiert, eine flüchtige Illusion ist, die mit dem Abschalten des Stroms wieder vorbei ist. Ich denke, dass die Fotografie als Gegensteuerung zum Internet aufgewertet wird. Es kommt hinzu, dass Fotografie noch erschwinglich ist. Sie wird aber immer teurer – gut für uns. Im Augenblick verschiebt sich der Fokus in Richtung der Kunst, hin zu Fotos, die in der Galerie oder im Museum hängen.
Welche Gefahren gehen von der Digitalisierung des Mediums aus?
Jeder hat seine eigene Antwort. Meine ist: Ich mache am Computer nur das, was früher in der Dunkelkammer von Hand möglich war. Ich verändere den Kontrast und die Helligkeit oder belichte Stellen nach. Verboten finde ich, Inhalte zu verfälschen, zum Beispiel einen Telegrafenmasten aus dem Bild herauslöschen. Oder, noch schlimmer, einen Menschen in das Bild hineinzubringen. Oder ihm einen Hut aufzusetzen. Oder seinen Hut umzufärben. Andere – meist jüngere Fotografen – sagen hingegen: “Das ist unser Metier, wir können das technisch machen, also machen wir es auch.”
Der Künstler Andreas Gursky etwa setzt seine großformatigen Prints – darunter das derzeit teuerste Foto der Welt – aus vielen Schnipseln digital zu täuschend echten Kompositionen zusammen …
… ich weiß als Betrachter aber im Hinterkopf, dass es nicht so gewesen ist – und dann verliert so etwas schnell an Wert für mich. Dann verliert das Bild seine Aussage, es ist keine Erzählung mehr aus der Wirklichkeit, sondern ein respektables Produkt, das ein Künstler aus seiner Fantasie zusammengesetzt hat. Das tolle an der Fotografie ist doch, dass sie ein Scheibchen Wirklichkeit zeigen kann. Wenn das funktioniert, finde ich das wesentlich aufregender als den tollsten Gursky.
Wagen Sie einen Ausblick auf die Fotografie und Magnum in 60 Jahren?
60 Jahre vorauszuschauen ist kaum möglich, weil alles so irre schnell geht. Was in dieser Woche noch gilt, muss in der nächsten Woche nicht mehr stimmen. Das ist atemberaubend und spannend. Wir sind, so glaube ich, an dem Punkt, an dem die gedruckte Presse langsam verschwindet. Der alte Markt bricht weg. Die New York Times etwa hat systematisch ihre Internet-Präsenz ausgebaut. Jetzt ist der Punkt erreicht, wo die Zeitung im Web interessanter ist als in der gedruckten Ausgabe. Sie vernachlässigen sogar die gedruckte Ausgabe und haben das Format beschnitten. Im Internet-Angebot finden sich riesige Recherchen, Karten, Statistiken, Interviews, Filme – die ganze Medienpalette. Bisher musste dafür bezahlt werden, seit kurzem ist fast alles kostenlos.
Ist damit das Ende des klassischen Foto-Journalismus vorgezeichnet?
Wir als Fotografen fragen uns, wie wir in dieser Umgebung Geld verdienen können. Auf Online-Fotoseiten wie Flickr wird eine riesige Menge Bilder umgesetzt. Wenn man dort ernsthaft sucht, finden sich auch journalistische Bilder – zum Teil auch sehr gute. Sie werden aber verschenkt oder für ein paar Dollar verkauft, vielleicht auch mal für 50. Nicht aber für die 250 oder 1000, die wir eigentlich für die Arbeit haben müssten. Die Konkurrenz dieser Billigprodukte ist immens. Dazu kommt, dass Zeitungen und Agenturen Bilder suchen, die von Leuten kommen, die zufällig dabei waren. Bei den U-Bahn-Anschlägen von London saßen die Berufsfotografen noch zu Hause, da waren die ersten Bilder schon von Handys aus gefunkt. Man kann unsere Agentur aber auch nicht auf das festfrieren, was die Gründerväter gemacht haben. Es geht immer weiter. Und irgendwann sterben die alten Mitglieder ja auch weg.
Wie bewahrt Magnum – auch in Zukunft – seine Qualität?
Wir befinden ja gemeinsam darüber, wer Mitglied wird. Jedes unserer drei großen Büros hat jährlich rund 100 oder mehr Bewerber und reduziert diese auf zwei oder drei. So bleiben nur eine Handvoll Kandidaten, über die wir ernsthaft sprechen. Die stellen sich einem harten Wettbewerb. So sind wir wohl der exklusivste Club für Fotografen. Der ist so exklusiv wie das Kardinalskollegium, es ist nur noch schwerer reinzukommen. Das ist ziemlich snobistisch, aber es hat sich bewährt. Auf lange Sicht haben wir keine Niete bei uns. Der Prozess dauert mindestes sechs Jahre bis zur Vollmitgliedschaft – und einige fliegen kurz vorher wieder raus. Das ganze Aufnahmeverfahren ist wirklich sehr hart.
Ouelle: Der Tagesspiegel 12.11.2007 14:07 Uhr Von Thilo Resenhoeft
http://www.tagesspiegel.de/kultur/fuesse-sind-das-wichtigste-werkzeug-des-fotografen/1094330.html

Interview”Füße sind das wichtigste Werkzeug des Fotografen”
Bild vergrößernThomas Hoepker. – FOTO: DPAThomas Hoepker, erstes deutsches Mitglied der berühmten Foto-Agentur Magnum, über die Konkurrenz aus dem Internet und die Jagd nach dem besten Motiv.
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Thomas Hoepker (71), einer der international renommiertesten deutschen Fotografen, hat für Magazine wie “Kristall”, “Twen”, den “Stern” und “Geo” gearbeitet. Zudem war der gebürtige Münchner zu DDR-Zeiten einer der ersten im Osten Berlins akkreditierten Fotografen aus dem Westen. Hoepker ist vielfach ausgezeichnet worden. 1989 wurde er erstes deutsches Mitglied der Agentur Magnum, bis vor kurzem war er auch deren Präsident. Im Interview macht er deutlich, dass sich auch die vor 60 Jahren von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa mitgegründete Kooperative auf die Wandlungen durch das Internet und die damit verbundenen neuen Lesegewohnheiten einstellen muss.<a href=”http://adfarm1.adition.com:80/redi*lid=613075948830/sid=9194/kid=228622/bid=743884/c=12107/keyword=/clickurl=” target=”_blank”><img src=”http://imagesrv.adition.com/banners/355/743884/altbanner.gif” width=”300″ height=”250″ border=”0″ alt=”Hier klicken!” title=”Klicken Sie hier”></a>Für ein gutes Bild, das eine Situation in einem Augenblick erschließt, werde es in der bunten Flut der Fotos im World Wide Web auch weiterhin einen herausgehobenen Platz geben, erwartet Hoepker. Zu seinen bekanntesten Bildern gehört die Faust von Muhammad Ali, hinter der der Boxer selbst nur noch schemenhaft zu erkennen ist. Auch die Aufnahme einer Gruppe sich unterhaltender junger Menschen, in deren Hintergrund die Trümmer der zusammengebrochenen Türme des World Trade Center rauchen, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder gedruckt und diskutiert.”Das wichtigste Werkzeug eines Fotografen sind seine Füße”, sagt Hoepker und möchte das ausdrücklich als Ratschlag verstanden wissen. Er läuft bei seiner Bilderjagd stundenlang durch die Straßen. Seit der Digitalisierung nutzt er Kameras ohne Film, optimiert die Bilder zu Hause am Bildschirm und druckt auch die Prints für seine Ausstellungen selbst. Hoepker belastet sich nicht mehr mit einer schweren Ausrüstung und geht mit einer Spiegelreflexkamera sowie einem Objektiv der Brennweite von 24 bis 105 Millimetern aus dem Haus.Wie haben sich die Arbeitsbedingungen von Reportagefotografen seit der Gründung von Magnum vor 60 Jahren geändert?Extrem. Für “Kristall” war ich manchmal ein bis drei Monate, für den “Stern” zwei bis sechs Wochen unterwegs. Dass man heute auf Redaktionskosten so lange irgendwo hinfährt, ist vorbei, auch für Fotografen wie mich. Heute heißt es eher: “Fahr’ nach Hannover, sei aber abends wieder da, damit wir das Hotel sparen. Du hast eine halbe Stunde Zeit für ein Porträt von Herrn X”. Neu ist: Man muss die Bilder sofort an Ort und Stelle bearbeiten und in die Redaktion senden. Das ist nicht unbedingt schlecht, weil der Fotograf so mehr Einfluss hat als früher. Damals haben wir einen Sack Filme abgeliefert, und ein Bildredakteur hat sich darüber hergemacht und etwas ausgesucht. Manchmal war das Editieren einem ganz aus der Hand genommen. Jetzt kann man aussortieren, was man nicht vorzeigen möchte. Man sitzt allerdings den halben Tag im Hotel und sucht aus.Welche Rolle spielen heute Sicherheitsmaßnahmen?”Viele Bilder sind nicht mehr möglich, weil die Sicherheitsbeamten niemanden mehr an die Akteure heranlassen. Cartier-Bresson stand noch unmittelbar neben dem Scheiterhaufen von Mahatma Gandhi, und ich habe mich vor Jahren zentimeternah an den Schah von Persien herangerobbt, als ein Untertan ergeben seine Schuhe küsste.”Was ändert sich durch die Digitalisierung und das Internet?”Ich habe mich voll ins Digitale reingeschmissen, vom ersten Moment an. Ich gehe immer mit der Technik und habe auch mein analoges Archiv digitalisiert. Bei der Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Druck an der Wand ist alles möglich. Es ist eine große Chance für Fotografen, die ganze Kette zu bedienen, alles zu steuern, sein eigener Produzent oder sein eigener Verleger zu werden. Wir brauchen die Verlage eigentlich nicht mehr. Über das Internet kann der Fotograf seine Bilder unglaublich weit streuen und jedermann verfügbar machen – eine tolle Chance. Die Frage ist nur, wie verdient man Geld damit?”Gibt es in der Flut des Internets noch Bilder, die im Gedächtnis haften bleiben?Es gibt Milliarden Bilder auf den Websites. Das durchschnittliche Niveau ist grauenhaft, etwa wenn Teenager ihre Bilder austauschen, um sich gegenseitig von der vergangenen Party zu erzählen. Aber es wird immer auch hohe Qualität geben. Vielleicht wird diese absurderweise dann besonders herausstechen, wenn man zwischen all’ diesem gequirlten Zeug etwas sieht, was eine gute Komposition und eine starke Aussage hat, eine Geschichte erzählt. Platz für das gute Bild ist immer, auch im Netz.Welches sind die klassischen Themen von Magnum-Fotografen? Muss sich Magnum an neue Strömungen anpassen?Magnum hatte vom ersten Tag an immer zwei Pole, für die die Gründer Robert Capa und Henri Cartier-Bresson standen. Capa war der klassische Kriegsreporter und Bildjournalist. Henri war von Anfang an der Künstler. Ihm ging es mehr ums Bildermachen und Komponieren. Zwischen diesen Polen bewegt sich Magnum noch heute, und das ergibt unseren Stil. Wir sehen uns noch als humanitäre Fotografen, kümmern uns um Randgruppen und Krisen, also Leute, denen es dreckig geht. Unsere Filmstar-Fotos haben immer etwas weniger Glamour als beim Atelierfotografen und oft mehr Privates als andere Bilder. Neue Strömungen ergeben sich zwangsweise durch die Aufnahme junger Fotografen, von denen manche überhaupt nicht im Fotojournalismus angefangen haben, etwa Alec Soth oder Jim Goldberg, die bereits hohe Preise bei Sammlern erzielen.Sind gute Fotos Abbild, Kommentar oder beides?Ich erwarte, dass gute Fotos ein Kommentar über das Dargestellte sind. Es gibt objektive Fotografie, aber die ist meist langweilig: Wer alle 15 Sekunden automatisch ein Bild eines Ereignisses aufnimmt, hat am Ende kein gutes Bild. Eine solche Numerik funktioniert nicht, weil das Auge des Bildermachers wichtig ist. Man muss auch seine Meinung rüberbringen und nicht nur schön komponieren. Der Fotograf als Autor ist wichtig. Er soll nicht nur darstellen und registrieren was passiert, sondern zu seinem Sujet eine Meinung entwickeln. Entweder hasst man es oder man liebt es, aber lauwarm ist immer uninteressant.Warum wird die Fotografie zunehmend als Kunstgenre wahrgenommen?Ich glaube, es hängt mit der Bilderflut des Internets zusammen. Die Bilder, die sich auf den Bildschirm ergießen, sind genauso schnell wieder weg. Demgegenüber ist ein Foto, das auf schönem Papier gedruckt ist, das man anfassen kann, das eine haptische Qualität hat, das man an die Wand hängen oder auf den Tisch legen kann, ein Objekt. Während alles das, was im Internet passiert, eine flüchtige Illusion ist, die mit dem Abschalten des Stroms wieder vorbei ist. Ich denke, dass die Fotografie als Gegensteuerung zum Internet aufgewertet wird. Es kommt hinzu, dass Fotografie noch erschwinglich ist. Sie wird aber immer teurer – gut für uns. Im Augenblick verschiebt sich der Fokus in Richtung der Kunst, hin zu Fotos, die in der Galerie oder im Museum hängen.Welche Gefahren gehen von der Digitalisierung des Mediums aus?Jeder hat seine eigene Antwort. Meine ist: Ich mache am Computer nur das, was früher in der Dunkelkammer von Hand möglich war. Ich verändere den Kontrast und die Helligkeit oder belichte Stellen nach. Verboten finde ich, Inhalte zu verfälschen, zum Beispiel einen Telegrafenmasten aus dem Bild herauslöschen. Oder, noch schlimmer, einen Menschen in das Bild hineinzubringen. Oder ihm einen Hut aufzusetzen. Oder seinen Hut umzufärben. Andere – meist jüngere Fotografen – sagen hingegen: “Das ist unser Metier, wir können das technisch machen, also machen wir es auch.”Der Künstler Andreas Gursky etwa setzt seine großformatigen Prints – darunter das derzeit teuerste Foto der Welt – aus vielen Schnipseln digital zu täuschend echten Kompositionen zusammen …… ich weiß als Betrachter aber im Hinterkopf, dass es nicht so gewesen ist – und dann verliert so etwas schnell an Wert für mich. Dann verliert das Bild seine Aussage, es ist keine Erzählung mehr aus der Wirklichkeit, sondern ein respektables Produkt, das ein Künstler aus seiner Fantasie zusammengesetzt hat. Das tolle an der Fotografie ist doch, dass sie ein Scheibchen Wirklichkeit zeigen kann. Wenn das funktioniert, finde ich das wesentlich aufregender als den tollsten Gursky.Wagen Sie einen Ausblick auf die Fotografie und Magnum in 60 Jahren?60 Jahre vorauszuschauen ist kaum möglich, weil alles so irre schnell geht. Was in dieser Woche noch gilt, muss in der nächsten Woche nicht mehr stimmen. Das ist atemberaubend und spannend. Wir sind, so glaube ich, an dem Punkt, an dem die gedruckte Presse langsam verschwindet. Der alte Markt bricht weg. Die New York Times etwa hat systematisch ihre Internet-Präsenz ausgebaut. Jetzt ist der Punkt erreicht, wo die Zeitung im Web interessanter ist als in der gedruckten Ausgabe. Sie vernachlässigen sogar die gedruckte Ausgabe und haben das Format beschnitten. Im Internet-Angebot finden sich riesige Recherchen, Karten, Statistiken, Interviews, Filme – die ganze Medienpalette. Bisher musste dafür bezahlt werden, seit kurzem ist fast alles kostenlos.Ist damit das Ende des klassischen Foto-Journalismus vorgezeichnet?Wir als Fotografen fragen uns, wie wir in dieser Umgebung Geld verdienen können. Auf Online-Fotoseiten wie Flickr wird eine riesige Menge Bilder umgesetzt. Wenn man dort ernsthaft sucht, finden sich auch journalistische Bilder – zum Teil auch sehr gute. Sie werden aber verschenkt oder für ein paar Dollar verkauft, vielleicht auch mal für 50. Nicht aber für die 250 oder 1000, die wir eigentlich für die Arbeit haben müssten. Die Konkurrenz dieser Billigprodukte ist immens. Dazu kommt, dass Zeitungen und Agenturen Bilder suchen, die von Leuten kommen, die zufällig dabei waren. Bei den U-Bahn-Anschlägen von London saßen die Berufsfotografen noch zu Hause, da waren die ersten Bilder schon von Handys aus gefunkt. Man kann unsere Agentur aber auch nicht auf das festfrieren, was die Gründerväter gemacht haben. Es geht immer weiter. Und irgendwann sterben die alten Mitglieder ja auch weg.Wie bewahrt Magnum – auch in Zukunft – seine Qualität?Wir befinden ja gemeinsam darüber, wer Mitglied wird. Jedes unserer drei großen Büros hat jährlich rund 100 oder mehr Bewerber und reduziert diese auf zwei oder drei. So bleiben nur eine Handvoll Kandidaten, über die wir ernsthaft sprechen. Die stellen sich einem harten Wettbewerb. So sind wir wohl der exklusivste Club für Fotografen. Der ist so exklusiv wie das Kardinalskollegium, es ist nur noch schwerer reinzukommen. Das ist ziemlich snobistisch, aber es hat sich bewährt. Auf lange Sicht haben wir keine Niete bei uns. Der Prozess dauert mindestes sechs Jahre bis zur Vollmitgliedschaft – und einige fliegen kurz vorher wieder raus. Das ganze Aufnahmeverfahren ist wirklich sehr hart.  Ouelle: Der Tagesspiegel 12.11.2007 14:07 Uhr Von Thilo Resenhoefthttp://www.tagesspiegel.de/kultur/fuesse-sind-das-wichtigste-werkzeug-des-fotografen/1094330.html

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Matthew Pillsbury – ‘Photographs’ Ausstellungseröffnung 2.9.2011 ab 19.00 Uhr Galerie Hiltawsky

Artist website:

http://www.matthewpillsbury.com/

Christian Hiltawsky
galerie hiltawsky
Tucholskystrasse 41
10117 Berlin
0171 8134567
mail@hiltawsky.com
www.hiltawsky.com

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Artikel FOTOGRAF UND FOTOASSISTENT Dr. Wolfgang Maßen ProfiFoto 4/2011 S. 69

Für alle, die als Assistenten arbeiten bzw. Assistenten beschäftigen ein interessanter Artikel zur lohnsteuer- und urheberrechtlichen Seite dieser Arbeitsverhältnisse. ML

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Modefotograf Per Zennström sucht einen IAD- oder MD-Praktikanten

I’m looking for a Berlin based Multi-media & Digital media intern that could help me stream line and develop Per Zennstrom Photographys web presence…

With new & social media developing so fast I need someone with a deep interest and focus on this exciting field. Ideally You will have a very good knowledge of coding, Adobe Premiere, FinalCut, AfterEffects, WordPress…

I’d specifically would like to explore the possibilities of integrating  streaming video, QR codes into my overall web effort…

This Internship is not paid…

How to apply?

apply via Facebook

Per Zennström

Workshop Moskau 2011

Besichtigung 4.6.-6.6.2011 Betrieb “Schweizer Milch” Tarkovo an der Ugra

4.6.-6.6.2011 Erste Fotoimpressionen vom Schweizer-Hof in der Nähe von Tarkovo, 3 Autostunden südlich von Moskau. www.schweizer-milch.ru

Betrieb Schweizer-Milch
Gorbjonki
249855 Dzerdzinski Rayon
Kaluga Oblast
Russische Federation

Telefon von Hans Michel: +79 105 203 808

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André Kertész – Fotografien, Ausstellung im Martin-Gropius-Bau 12.6.-11.9.2011

Berliner Festspiele. Eine Ausstellung des Jeu de Paume, Paris.

In Zusammenarbeit mit dem Martin-Gropius-Bau, Berlin.

André Kertész, der am 2. Juli 1894 in Budapest als Andor Kertész in einer bürgerlichen jüdischen Familie geboren wurde, träumte schon als Kind davon, zu fotografieren. Mit 18 Jahren kaufte er seine erste Kamera, eine ICA Box, die mit 4,5 x 6 cm Platten zu bedienen war. Aus dieser Frühphase stammt das Foto eines schlafenden Jungen. Während seiner Militärzeit bei der österreichisch-ungarischen Armee dokumentierte er in lakonischen Bildern den Alltag des Soldatenlebens, die langen Märsche, das Warten in den Schützengräben, die Verlorenheit des Einzelnen. Im September 1915 verwundet, entstand während seiner Genesung in Esztergom 1917 das berühmte Foto „Schwimmer unter Wasser“. In ihm scheint er mit dem von Lichtreflexen überzogenen, optisch verzerrten Körper spätere Arbeiten vorwegzunehmen. Die Ästhetik der Reflexion sollte erst ein Jahrzehnt später am Bauhaus populär werden.

Nach dem Krieg fotografierte Kertész, der an der Börse arbeitete, in seiner Freizeit vor allem Alltagsmotive wie seinen Bruder Jenö beim Sport, doch bot Budapest nicht das geeignete Umfeld für seine künstlerischen Ambitionen. 1925 entschloss er sich, nach Paris zu gehen und reiht sich damit in eine große Gruppe ungarischer Künstler und Fotografen ein, die nach dem Zerfall der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und der niedergeschlagenen Räterepublik in den zwanziger Jahren Ungarn verließen und – wie László Moholy-Nagy, Robert Capa, Germaine Krull und Brassaï – entweder nach Paris oder nach Berlin auswanderten.

In Paris knüpfte Kertész bald Kontakte zur künstlerischen Avantgarde am Montparnasse: zu Piet Mondrian, Fernand Léger, Ossip Zadkine und Alexander Calder. In dieser Zeit nahm er zahlreiche Portraitaufnahmen in der Art der carte postale auf. Als Flaneur durchstreifte Kertész die große Metropole und fotografierte in den Straßen und Parks, auf den Dächern und am Seine-Ufer von Paris. Er verstand Fotografie als visuelles Tagebuch, als Instrument, um das Leben zu beschreiben: „Ich interpretiere meine Empfindung in einem bestimmten Augenblick. Nicht was ich sehe, sondern was ich empfinde.“

Mit seinen Aufnahmen aus der Nah- und Vogelperspektive und seinem Blick für die geometrische Struktur des Raumes, aber auch für Schatten, Reflexionen und Silhouetten fand er bald Anerkennung. 1927 zeigte die Galerie Au Sacre du Printemps eine erste große Werkbilanz und 1929 nahm er an der internationalen Ausstellung „Film und Foto“ in Stuttgart und in Berlin teil. Ab 1928 arbeitete Kertész mit einer Leica, der ersten Kleinbildkamera. In den folgenden Jahren wurden bei „VU“ mehr als 30 Fotoessays von ihm veröffentlicht. 1933 entstand die ungewöhnliche Serie „Distortions“ – hier führen durch Spiegel verzerrte weibliche Körper ein Eigenleben zwischen Karikatur und Erotik.

Außerdem erschienen Bücher wie „Enfants“ (1933), „Paris vu par André Kertész“ (1934) und „Nos amies les bêtes“ (1936). Im selben Jahr folgte Kertész einem Angebot der Keystone Agentur und siedelte nach New York über, doch kündigte er den Vertrag bald und wurde freischaffend.

Die Zeit in den USA war zunächst von existentiellen Schwierigkeiten geprägt und 1949 nahm er eine Arbeit (bis 1962) für das Magazin „House and Garden“ an. Auf einer Reise nach Paris 1963 entdeckte er einen Großteil seiner Negative wieder, die ihn zu neuer künstlerischer Arbeit inspirierten und internationale Anerkennung brachten. 1964 stellte er im Museum of Modern Art in New York aus. In seiner letzten Schaffensphase und vor allem, als er seine Wohnung nicht mehr verlassen konnte, fotografierte er vom Fenster seines Apartments aus den Washington Square. In dem Buch „From my Window“ (1981) veröffentlichte er Polaroidaufnahmen von fein komponierten Stillleben – sie zeigen ihn erneut als Meister des Lichts mit den einfachsten Mitteln.

Als André Kertész am 28. September 1985 starb, hinterließ er ein Archiv von 100.000 Negativen.

André Kertész

Texte von Michel Frizot, Annie-Laure Wanaverbecq

Gestaltung von Julien Boitias

Deutsch, 360 Seiten, 544 farbige Abb., 26,00 x 31,90 cm

Hatje Cantz Verlag

Museumsausgabe € 25,00

Buchhandelsausgabe € 49,80

ISBN: 978-3-7757-2630-6

Plakat zur Ausstellung

„André Kertész – Fotografien“

Gestaltung: Steenbrink Vormgeving, Berlin

Führungen

12. Juni bis 11. September 2011

öffentliche Führungen

Sonntag 16:00 Uhr (keine Voranmeldung möglich)

Führungsgebühr € 3,– zzgl. Eintritt € 6,–

Führungen sind auch individuell und nach Vereinbarung buchbar.

Veranstalter: Berliner Festspiele.

Martin-Gropius-Bau Berlin

Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110

10963 Berlin

Tel  +49 30 254 86-0

Fax +49 30 254 86-107

E-Mail post@gropiusbau.de

www.gropiusbau.de

Quelle: http://www.berlinerfestspiele.de

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Brassai-Doppelausstellung Sammlung Bergruen und Sammlung Scharf-Gerstenberg

Nicht das Authentische ist die Angelegenheit der der Kunst, sondern das Authentische auszudrücken. BRASSAI
Der Fotograf (1899 -1984) Guyla Halasz stammte aus der ungarischen Stadt Brassó, heute das rumänische Brasov, und wählte den Namen als Pseudonym.(wörtliche Übersetzung: aus Brasso)
Ab 1920 Studium in Berlin-Charlottenburg in einer Vorgängerinstitution der heutigen Universität der Künste; 1924 Übersiedlung nach Paris. Brassai lernte 1926 André Kertesz kennen, begleitete ihn bei seinen Reportagen. B. arbeitete journalistisch für Zeitschriften wie Minotaure, Verve, Harper’s Bazaar. Ab 1929 bebilderte er seine Reportagen auch mit eigenen Fotografien. B. kaufte sich eine Voigtländer. 1936 begegnete er surrealistischen Schriftstellern und Dichtern wie André Breton, Paul Éluard, Robert Desnos, Man Ray. Bei Picasso lernte er Salvador Dali und Gala kennen. 1939 fotografierte er “Aktbilder im Atelier” auf Bitte von Matisse. Für Life entstand “Picasso im Atelier”. 1964/65 veröffentlichte er “Conversations avec Picasso”. 1973 traf Brassai Ansel Adams und Beaumont Newhall im Yosemite Park in der Sierra Nevada. Zahlreiche Ausstellungen und Ehrungen: 1957 Goldmedaille auf der Biennale in Venedig; 1966 Ehrenmitglied der Society of Magazine Photographers; 1979 Retrospektiven in New York und London
Bücher (kleine Auswahl)
Paris de Nuit 1933
Conversation avec Picasso 1964
Proust und die Liebe zur Photographie Text und 16 Bilder von B. Aus dem Franz. Marcel Proust sous l’emprise de la photographie Übers. Max Looser. Suhrkamp, Frankfurt 2001 ISBN 3-518-41217-5 (auch engl. Version erhältlich)
Textseiten 173-175 aus: Alain Sayag, Annick Lionel-Marie, Brassai, Verlag Christian Brandstätter, Wien 2003 (deutsche Ausgabe des Kataloges des Centre Pompidou / Edition du Seuil  2000)
Doppelausstellung Sammlung Bergruen und  Sammlung Scharf-Gerstenberg. Bis 28. 8.2011  Di-So 10-18 Uhr

Fotowettbewerb

Fotografiewettbewerbe 2011

Fotowettbewerbe im Mai 2011

bis 15.05.2011 Bildkunst Projektförderungen

http://www.fotowettbewerbe.de/bildkunst-stipendium

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bis 15.05.2011 HarzNATUR 2011 – Nationalpark-Fotowettbewerb

http://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotowettbewerb

:::
31.05.2011 Ten Years after Nine Eleven
Internationaler Fotowettbewerb für social engagierte Dokumentarfotografen

http://www.socialdocumentary.net/competition.php

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Fotowettbewerbe im Juni 2011

bis 30.06.2011 Elemente – Heidelberger Leben-Fotowettbewerb 2011

http://www.fotowettbewerb-heidelberger-leben.de

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Fotowettbewerbe im Juli 2011

bis 05.07.2011 FotoDoks 2011 Dokumentarfotografie

http://www.fotowettbewerbe.de/fotodoks

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bis 11.07.2011 Canon Profifoto Förderpreises 11/2

http://www.fotowettbewerbe.de/canon-profifoto-foerderpreis

http://www.canon-profifoto-foerderpreis.de
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bis 15.07.2011 getPublished AWARD 2011 für Fotobuch-Dummies

http://www.fotowettbewerbe.de/getpublished-award

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bis 20.07.2011 Lucky Strike Junior Designer Award 2011
http://www.fotowettbewerbe.de/lucky-strike-junior-designer-award

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bis 31.07.2011 Abisag Tüllmann Fotopreis
für künstlerischen Fotojournalismus

http://www.fotowettbewerbe.de/abisag-tuellmann-stiftung

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bis 28.05.2011 St. Leopold Friedenspreis 2011

http://www.fotowettbewerbe.de/leopold-friedenspreis

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Fotowettbewerbe im August 2011

bis 16.08.2011 PUNKT 2011 Journalistenpreis und Fotostipendium

http://www.fotowettbewerbe.de/technikjournalismus

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bis 30.08.2011 Internationaler uvex Sportfoto-Wettbewerb 2011

http://www.fotowettbewerbe.de/sportfoto

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bis 31.08.2011 PhotoVision 2011 PHOTOGRAPHIE Förderpreis
http://www.fotowettbewerbe.de/photographie-photovision

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Fotowettbewerbe im September 2011

bis 01.09.2011 Dokumentarfotografie Förderpreis 2011

http://www.fotowettbewerbe.de/foerderpreis-dokumentarfotografie

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bis 15.09.2010 Licher Fotopreis Mensch und Natur 2011

http://www.licher.de/naturerlebnis/fotopreis

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bis 30.09.2011 Wald in Stuttgart – Umwelt Fotowettbewerb 2011

http://stuttgart.de/fotowettbewerb

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bis Herbst 2011 Blende 2011 – Zeitungsleserfotos

http://www.fotowettbewerbe.de/blende-zeitungsleserfotos

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Fotowettbewerbe im Oktober 2011

bis 31.10.2011 Digiscoper of the Year 2011 – SWAROVSKI OPTIK

http://www.fotowettbewerbe.de/swarovski-digiscoperoftheyear

Fotowettbewerbe im November 2011

bis 01.11.2011 Getty Images Grants for Editorial Photography 2011

http://www.fotowettbewerbe.de/gettyimages-grants

Fotowettbewerbe im Dezember 2011

bis 01.12.2011 Rückblende 2011 – politische Fotografie
http://www.fotowettbewerbe.de/rueckblende

Ankündigung

Buchtipp: Lewis Blackwell: Photo-Wisdom. Verlag PQ Blackwell Lilimited, Auckland, New Zeeland, 2009

Mitch Epstein

…Seite 149:
Fotografieren hat viel mit Scheitern zu tun–doch im Scheitern findet man auch Ideen und Risiken, die einen neue Wege aufzeichnen können…
Fotografie aus der Serie:
American Power 2003-2008
Ralph Gibson
Seite 182:
Die Digitaltechnik ist großartig, um Informationen zu übermitteln. Digitale Aufnahmeverfahren sind aber keine Fotografie. Fotografie hat etwas mit der Alchemie des Lichtes auf einem Film zu tun. Fotografie erzeugt neue Informationen, die es zuvor nicht gab, Digitalfotografie übermittelt Information, die wir vor Augen haben, so wie das Telefon Information an Ihr Ohr vermittelt.
Fotografie:
Ohne Titel, 2007
Nadav Kander
Seite 152:
Ich hüte mich davor, zuviele Bilder anzuschauen. Es gefährdet meine Persönlichkeit–all diese Bilder, die man sich ständig ansehen könnte, wenn man es sich gestatten würde. Als ich anfing, hatte ich sechs oder sieben Bücher und kein Internet. Die Bücher waren, glaube ich, über Atget und Edward Weston, neber der Encyclopaedia Britannica und ein zwei anderen. Ich konnte mich mit den einzelnen Arbeiten ausführlich beschäftigen, gemächlich entscheiden, um was es dabei ging und mir bewusst darüber werden, wie sie auf mich einwirkten. Heute gibt es soviel.
2 Fotografien aus der Serie: Yangtze, the long River, 2007
Bildtitel: Bathers, Yibin, Sichuan
und
Chongqing IV (Sunday Picnic)