
INTERVENTIONEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM
Zeitraum: 24.-28.06.13
Dozentin: Katrin Glanz
www.katringlanz.de
“Ein Museum ist ein öffentlicher Platz, allerdings nur für diejenigen, die sich entschieden haben, Museumsbesucher zu sein. Öffentliche Kunst muss sich hereindrängen, sich einfügen und herfallen über das, was schon in der Stadt existiert.”
Vito Acconci
Raum wird durch Menschen geprägt. Der öffentliche Raum bietet zahlreiche Möglichkeiten der Intervention, des sich Einmischens.
Ansatz dieses Seminars ist es, unsere Umgebung unter neuen Gesichtspunkten wahrzunehmen, sie in ihrem sozialen Kontext zu analysieren, daraus eigene künstlerische Interventionsstrategien zu entwickeln und eine Idee umzusetzen.
3 Beispiele/Studentenarbeiten aus vergangenen Seminaren:
http://exhibits.btk-fh.de/exhibit.php?id=215
http://exhibits.btk-fh.de/exhibit.php?id=8
http://exhibits.btk-fh.de/exhibit.php?id=216
Anmeldung bei Janine Brettin
: pruefungsamt@btk-fh.de
In dem Workshop sammelten wir Ideen von Passanten am Potsdamer Platz für eine bessere Welt.
Aus den gesammelten Ideen werden wir eine künstlerische Aktion im öffentlichen Raum entwickeln.
http://vimeo.com/60244500





Alle aktuellen Informationen zu der weiteren Entwicklung unseres Projektes findet Ihr unter:
http://alternativegloballiving.blogspot.de
Die Schreberfreunde e.V. ist ein Projekt entstanden im Rahmen des Workshops “Intervention im öffentlichen Raum” an der Berliner Technischen Kunsthochschule.
Die Intervention im öffentlichen Raum kann sich vielen Medien bedienen und in verschiedenster Form auftreten. Zum Auftakt des Worshops beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen Arten der Streetart, Performance und Intervention, in privaten, kommerziellen und künstlerischen Kontext, um ein Gefühl für den enormen Umfang der Umsetzungsmöglichkeiten zu bekommen. Weiterhin setzen wir uns mit den Dingen auseinander, die einem jeden Tag auf der Straße begegnen und deren Form und Farbsprache man für eine Intervention im öffentlichen Raum zitieren könnte.
Das Bauschild informiert den interessierten Passanten, was auf dieser Baustelle vor ihm wann entstehen wird und wie es aussehen mag. Dabei scheint es eine mehr oder weniger durchgehende Gestaltungssprache zu geben, welcher wir uns dann auch bedient haben. Der fiktive Verein Schreberfreunde e.V. Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die „unbenutzten“ Grünflächen der Stadt Schrebergärten werden zu lassen.
Der Potsdamer Platz ist ein geschichtsträchtiger Ort. Was hier gebaut wird muss gut begründet sein. Mit seinen Bürogebäuden, Kinos und Geschäften hat er ein sehr gemischtes Laufpublikum, vom Bänker bis zum ganz normalen Shopper ist alles dabei. In dieser Konsum- und Leistungsorientierten Umgebung eine Schrebergartenkolonie aufzuziehen ist absurd.
Wir stellen ein Bauschild auf, groß und gut sichtbar für das Laufpublikum von den Potsdamer Arkaden zur Ubahn. Auf diesem Schild informieren wir die Passanten über den geplanten Umbau der langgezogenen Grünfläche in eine Schrebergartenkolonie und geben ihnen die Möglichkeit über den Verweis auf unseren Blog mit uns in Kontakt zu treten und mit zu diskutieren.
Zusätzlich verteilen wir Flyer, filmen aus der Ferne und interviewen jeden, der dazu bereit ist seine Meinung zu dem bevorstehenden Bauprojekt zu teilen. Die zum Teil irritierten bis abweisenden Reaktionen der Passanten bestärkten uns in der Gewissheit mit dem Projekt einen Nerv getroffen zu haben.
Shop Window Idea – Projection Mapping
Die Idee war es, weg von den »klassischen Schaufenstern« zu kommen und hin zu neuen Techniken. Daraufhin baute ich eine Box aus Styropor, besorgte mir einen Beamer und fing mit dem Projection Mapping an. Jetzt in der Vorweihnachtszeit lag es nicht fern ein Geschenk in das Schaufenster zu stellen, welches sich im Laufe der projezierten Animation immer weiter entpackt wird, ganz wie eine Matrjoscka Puppe. Diese Projektion nahm ich auf und setzte sie in ein Schaufenster um es besser zu veranschaulichen. Das Schöne an der Idee ist ihre Wandelbarkeit. Sie beschränkt sich nicht explizit auf ein Schaufenster oder nur ein Geschenk. Die Größe, die Anzahl sowie auch der Inhalt der Geschenke ist adaptierbar.
Wie wichtig ist uns neue Technik heute?
Bei der Bedeutung von Technikprodukten ist mir sofort der Vergleich in den Sinn gekommen, dass wir sie so dringend brauchen, wie Obst und Gemüse. Daher bin ich auf die Idee gekommen eine Schaufensterinstallation zu machen, in der die gängigen Appleprodukte wie iPod, iPhone und iPad durch Obst und Gemüse ersetzet werden.
Zur Visualisierung meiner Idee habe ich ein Video und mehrere Fotomontagen gemacht.
https://vimeo.com/54140310

The sushi inside-out act staging a relocation of intimate domestic activities to open environments and breaking the boundaries between the personal and the public spheres, bringing the intimate to the most impersonal environments, re-interpreting the term “exposure” and what it means to be exposed, testing the psychological inhibitions in the feeling of exposure and exploring where it expires…
Berlin is the location intentionally chosen for the project, and it’s inherent for the creation of the work through it’s context. The act examines the Berlin sphere and what it allows, and stretch the limits within this special urban environment or term of the evolving yet under-constructed city…


https://vimeo.com/54628932
https://vimeo.com/54634036

Es ist bekannt, dass Kinder sehr lernfähig sind. Daher bietet es sich an schon von Klein auf andere Sprachen zu lernen. Gerade das Medium Buch kann durch die Visualisierung der Wörter den Lernprozess erleichtern. Der Buchladen Mundo Azul (Blaue Welt) ist der erste Buchladen in Berlin, der sich auf internationale Kinderliteratur spezialisiert. Nicht nur die sorgfältige Auswahl an Büchern, sondern auch unterschiedliche Veranstaltungen wie Lesungen, Workshops und themenbezogene Vorträge sowie Ausstellungen mit Autoren und Illustratoren aus der ganzen Welt machen diesen Laden so einzigartig. Jedoch entfernt sich die neue Generation immer mehr von dem Medium Buch auf neue und interaktivere Medien hin. Um Kinder wieder mehr für Bücher und auch für andere Sprachen zu begeistern benötigt man ihre Aufmerksamkeit. Diese kann man mit einem außergewöhnlich gestalteten Schaufenster gewinnen. Um das zu erreichen sollen die Kinder am Entstehungsprozess des Schaufensters beteiligt werden. Das bedeutet, dass sie die Möglichkeit haben Requisiten für das Schaufenster, das zu einer Art Puppentheater wird, zu basteln. An Wochenenden können sie an Workshops teilnehmen und eine kleine Theaterperformance entwickeln, die anschließend im Schaufenster aufgeführt wird. Dabei können sie mit den Autoren und Illustratoren der Bücher zusammenarbeiten. Schul- und Integrationsprojekte sollen in diesem Sinne ebenfalls stattfinden. Durch diese aktive Auseinandersetzung mit den Büchern und verschiedenen Sprachen, bekommen die Kinder ein besseres Verständnis des Inhalts und lernen auf spielerische Art und Weise eine Sprache.
https://vimeo.com/54397856

Wohin mit den Männern beim Shoppen?
Das war das Ausgangsproblem für meine Schaufenstergestaltung. Meine Idee war es, eine Zone im Geschäft zu schaffen, in der sich auch die Männer wohlfühlen, damit sie gerne ihre Freundinnen beim Shoppen begleiten. So entstand das Konzept der “Männeraufbewahrungszone”.
Zur Visualisierung habe ich mehrere Fotomontagen und ein Modell angefertigt. Während die Frauen sich also in Ruhe im Laden umschauen, können es sich die Männer gemütlich machen und ihren Interessen nachgehen. Bequeme Sessel, Fernseher auf denen aktuelle Sportsendungen laufen, Bier, ein Hotdogstand und mehrere Spielekonsolen stehen den Männern zur Verfügung.
Der nächsten Shopping-Tour steht damit nichts mehr im Wege…
Der Auftraggeber meines Projektes ist das noch nicht eröffnete Capsotel Berlin. Es handelt sich hierbei um ein Hotel, das nach japanischem Vorbild, Kapseln als Schlafraum einsetzt und wird das erste dieser Art in Berlin sein. Um sich von der internationalen Konkurrenz abzuheben und dem engen Raum entgegen zu wirken, werden Bilder an die vier Wände und die Decke der Kapseln angebracht werden, die in ihrer Gesamtheit ein Panorama darstellen. Das Thema des Panoramas ist Berlin. Dem Gast wird von seinem Bett aus ein Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gegeben, um ihm einen Anreiz zu geben Berlin genauer zu erkunden. Die Sehenswürdigkeiten sind in eine weiträumige Landschaft integriert werden. Durch die Größe der einzelnen Bilder kann sehr auf Details geachtet werden, damit der Gast bei genaueren hinsehen neue Dinge entdecken kann. In den Vordergrund ist ein Aquarium eingebettet werden, das von oben gesehen einem Fluss ähnelt, der um den Gast herum fließt. Dadurch soll das Gefühl der Ruhe noch gesteigert werden. Um eine Tiefenwirkung zu erzielen, wird mit einem Horizont und der Fluchtpunktperspektive gearbeitet werden. Vorbild ist hierbei die Illusionsmalerei, die es schafft flachen Wänden eine Tiefe zu geben.

DER ZUSTAND
Würde man nicht wissen um welches Geschäft es sich handelt, hätte man es schwer herauszufinden, was es dort zu kaufen gibt.
Keine Reklame über dem Eingang, unauffällige Schaufenstergestaltung – nur ein kleiner Schriftzug an der Eingangstür weist
den Passanten darauf hin, dass es sich um Fotoimpex, einen Laden für analoge Fotografie handeln muss.
Das Geschäft befindet sich in Berlin Mitte nahe der Weinmeisterstraße.
Hier gibt es ein großes Sortiment an Filmen, Fotopapier und Kameraequipment.
Doch an der Außenwirkung muss umbedingt gearbeitet werden und darum haben wir uns entschieden,
die Schaufenster neu zu gestalten.
DIE IDEE
Bei der Gestaltung möchten wir uns gerne an den schlichten Charakter des Geschäftes halten.
Nicht zu pompös, nicht zu überladen, aber auffallen soll es in Zukunft!
DER PLAN
In dem linken, etwas kleineren Fenster, wird ein überdimensionaler Negativstreifen angebracht,
welcher keine Fotografien zeigt, sondern mit Spiegelfolien bestückt wird.
Der Passant hat also die Möglichkeit sich von dem Bürgersteig aus im Spiegel zu betrachten
und durch die reflektierende Wirkung erhält man die Aufmerksamkeit der vorbeilaufenden
Menschen.
Aus dem großen Schaufenster schaut eine riesige, analoge Kamera hervor,
welche durch ihre unnormale Größe ebenso die Blicke auf sich ziehen sollte.
Trotzdem ist es dem Passanten noch möglich, durch die Scheibe in den Laden
zu schauen.
Über dem Eingangsbereich wird eine weisse Leuchtreklame angebracht,
damit man weiss mit welchem Geschäft man es zu tun hat.
Ein weiteres Highlight im Eingangsbereich ist das Geräusch einer
auslösenden Kamera, wenn man das Geschäft betritt. Ausgelöst wird dies
durch einen Bewegungsmelder über der Tür.
Martina Trommer & Larissa Nauheim

